WIR ÜBER UNS

John-Eric TRAELNES

John Eric Traelnes hat in den Vereinigten Staaten das Licht der Welt erblickt, wo sein norwegischer Vater und seine schweizer Mutter sich damals aufhielten. Zurück in der Schweiz entdeckte er sehr bald seine Liebe zur Musik und den Kontakt mit Holz. Im Alter von fünfzehn Jahren baut er bereits sein erstes Instrument. Drei Jahre später wird er in die „Chicago School of Violin Making“ aufgenommen, wo er 1984 nach vier Jahren Ausbildung den Gesellenbrief erhält.
Danach folgen fünf Jahre als Geselle in der Werkstatt von Peter Benedek, Geigenbaumeister in München, sowie der Entschluss auf dem „Alten Kontinent“ zu bleiben. In dieser Zeit erweitert er sein Wissen und Können über Restaurationsarbeiten an Instrumenten weltweit anerkannter Meister, und wird allen übrigen Anforderungen, die eine anerkannte Geigenbauwerkstätte erfordert, mehr und mehr gewachsen. Sein Aufenthalt in Deutschland endet mit der Erlangung des Meisterbriefes der berühmten Ausbildungsstätte für Geigenbau in Mittenwald in Süddeutschland.

Im Jahre 1989 kehrt er in die Schweiz zurück und eröffnet seine eigene Geigenbauwerkstätte in Lausanne. Seine Kundschaft betreut er zuerst als „Solist“, entsprechend dem Erfolg seines Geschäfts stellt er aber bald Mitarbeiter ein. Nach sieben Jahren ist die Werkstatt im Dachboden der Rue Neuve 11 zu klein. Werkzeug, Instrumente und Personal ziehen also in das nebenan gelegene Loft, welches viel mehr Platz und Licht bietet. Dort trifft sich nun die Welt der Saiteninstrumente der ganzen Stadt und ihrer Umgebung.

Dieser neue Raum hat die Organisation von mehr als 50 Konzerten ermöglicht, und seit einigen Jahren ist der Werkstatt sogar ein kleiner offizieller Ort für das „Fête de la Musique de Lausanne“ geworden.

Er war vielen Jahren in der ASLA (Association Suisse des Luthiers et Archetiers), als Mitglied des Komitees und auch als Präsident tätig.

Derzeit ist er Schweizer Delegierter der EILA (Entente Internationale des Maîtres Luthiers et Archetiers d’art) und Gründungsmitglied von Strings Attached, einer Gruppe von Geigenbauern, die die zeitgenössische Geigenbau in der Schweiz fördern wollen, indem sie Instrumentenausstellungen mit Diskussionen, Konzerten und Austausch mit Musikern organisieren.

Seit mehr als drei Jahren ist er Mitbegründer der Néo-Ebène Sàrl, einem bereits über die Grenzen hinaus bekannten Schweizer Start-up, das Geigen-, Bratsche- und Cellogriffbretter aus einem ökologischen Verbundwerkstoff ohne Ebenholz produziert. Ihr Ansatz ist es, dieses immer knapper werdende Holz nicht mehr zu verwenden und eine Alternative von gleicher Qualität, wenn nicht sogar besser als Ebenholz, anzubieten.

Vivien ARMAND

Seit seiner frühen Kindheit hat Vivien Armand eine echte Leidenschaft für Streichinstrumente, die ihn dazu veranlasst, die Violine während eines guten Teils seiner Schulzeit zu üben. In der Zeit, als er an der Universität von Bordeaux studierte, versteht er, dass seine Berufung eher eine Tätigkeit ist, die handwerkliche mit künstlerischen Aspekten kombiniert.  Also besucht er dann die Ecole Nationale de Lutherie in Quebec City, in Kanada, wo er im Jahre 2014 sein Diplom der College-Studien in Techniken des Handwerks, mit Geigenbau als Wahlfach, erhält.

Infolge seiner Ausbildungsjahre beschließt er, sich auf den Bau zu spezialisieren und fliegt nach Taiwan weg, wo er spezifisch Cellos für William Lin, Geigenbauer in Taichung, baut. Er ist dann durch den Ruf des legendären Geigenbauern angezogen, und fliegt nach Italien, um in der Werkstatt von Vladimiro Cubanzi zu arbeiten.

Eifrig, andere Horizonte zu entdecken, lässt er sich Ende 2016 in Lausanne nieder, um sich der Werkstatt von John-Eric Traelnes anzuschließen.

Mathias WALZ

Mathias Walz spielt Cello seit er 7 Jahre alt ist. Während seiner musikalischen Bildungswege, neben den Cellounterrichten im Conservatoire de l’Ouest vaudois, in Morges, Waadtland, hat er die Gelegenheit ergriffen, in verschiedenen Kammer- oder Sinfonieorchestern zu spielen, genauso auch in verschiedenen Ensembles (in Duos, in Trios oder in Quartetten, und auch in Musikgruppen, die eine andere Art von Musik als die klassische spielten.) Passionierter Cellospieler und von der Musik im Allgemeinen begeistert beschließt er mit 13 Jahren schon, Geigenbauer zu werden.

Auf dem Gymnasium in Nyon wählt er Musik als Schwerpunktfach und profitiert von einer ersten Erfahrung im Geigenbau dank eines Praktikums im Atelier von Steven Roberts, Gitarrengeigenbauer in Avully (GE). Zuerst aber wünscht sich, die Holzberufe näher zu studieren und beginnt mit einer Lehre als Kunsttischler in der Ecole technique des métiers de Lausanne (ETML) und bekommt seinen CFC im Jahre 2013. Dann besteht er die Eintrittsprüfungen in die Geigenbauschule von Brienz und nach vier Jahren Studium dort  erhält er das Geigenbauersdiplom im Juli 2017.

Im Laufe dieser Ausbildung macht er ein Praktikum von zwei ein halb Monaten in der Werkstatt von John-Eric Traelnes und jederzeit während der Ferien geht dorthin zurück um zu arbeiten. Im Oktober 2017 wird er offiziell in das Team des Geigenbauateliers in Rue Neuve eingestellt.

Agathe GUILLOT

Die aus Lyon stammende Agathe Guillot am Konservatorium in Lyon in der Klasse von José-Daniel Castellon Querflöte studiert und parallel dazu einen Universitätsabschluss in Musikwissenschaft absolviert. An der Musikhochschule Lausanne, in der Klasse von Verena Bosshart, perfektionniert sie sich und schliesst 2007 mit einem Master in Interpretation und Pedagogie ab.

Als Musikerin ist sie in der Region Lausanner aktiv und tritt mit verschiedenen Ensembeln unterschiedlicher Stilrichtungen auf.

Sie hat als Assistentin im Bereich Master Musikalische Pedagogik der HEM Lausanne und Genf gearbeitet, und unterrichtete Querflöte am Institut de Ribaupierre, an der städtischen Musikschule Lausanne und am Konservatorium des West-Vaudois.

Sie hat immer eine zusätzliche, administrative Aktivität im engen Zusammenhang mit der Musik bevor sie 2015 zum Mitarbeiterteam des Ateliers kommt.

Camille STOLL

Camille Stoll begann die Violine bei Margarita Karafilova am Konservatorium ihrer Heimstadt Lausanne zu studieren. Dann besuchte sie dort die Klasse von Christine Soerensen, indem sie gleichzeitig Biologie an der UNIL studierte. Nachdem sie das « diplôme d’enseignement » für die Violine erhalten hatte, führte sie das Studium dieses Instruments bei A. Bauer-Loerkens am Konservatorium Neuchâtel fort und erhielt 1996 das Diplom der Virtuosität. Camille Stoll erweiterte dann Ihre Ausbildung bei K.Turpie, G.Beal und L.Prunaru, wie auch in der Orchesterschule Bei W.Hock in Gernsbach (D).

Neben der pädagogisch musikalischen Tätigkeit ist Camille Stoll auch noch Orchestermusikerin. Sie ist Zuzügerin für das Orchestre de la Suisse Romande und das Orchestre de Chambre de Lausanne. Sie unterrichtet am Konservatorium Genf Violine und leitet dort das Ensemble „Les Cordes du Samedi“.

Seit 2017 unterstützt Camille Stoll das Geigenbau Atelier mit Ihren Fachompetenzen als Violinistin und hilft bei dem Unterhalt der Studenten Instrumenten.